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Was wir von Hunden lernen können...


Was sagen uns die Hunde? Die Wüstenväter vergleichen das Beten mit Hunden, die einem Hasen nachjagen.
Ein Hund hat den Hasen gesehen. Er bellt furchtbar und jagt dem Hasen nach. Andere Hunde hören das Gebell und rennen hinterher. Aber irgendwann kommt der Punkt, an dem all jene Hunde aufgeben, die nur das Gebell gehört haben. Nur die, die wirklich den Hasen gesehen haben, laufen weiter.
Das ist ein gutes Bild für das Gebet. Wer betet, weil er das Gebell gehört, aber nichts gesehen hat, der hält nicht durch. Diese Geschichte beschreibt die Not vieler suchender Menschen. Sie leben nur vom Gebell des Gebells, des Gebells, und auf Dauer reicht das nicht. Sie suchen nach Lebenssinn, nach Erfüllung, nach Gott, hören aber nur von jemand, der gehört hat, dass jemand gehört hat ...
Natürlich: Die unmittelbare Gotteserfahrung kann ich nicht hervorbringen; sie muss mir geschenkt werden. Aber wenn ich warte, die Gottesbegegnung wirklich suche, wird der Herr kommen und sich mir zu erkennen geben.
© by Martin Straub